oktober 01

BirgitGo

 

neues im westen
08/02

09/02

 

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Anfang

Der Oktober ist gekommen und damit unser 1ter Jahrestag. 1 Jahr durchgehend USA. Wir bereiten uns gerade das 2te mal auf Halloween vor, doch im Gegensatz zum letzten Jahr stöhnen wir nicht mehr über die ungewohnte Herbsthitze, sondern erfreuen uns an der Abkühlung auf angenehme 27°C. Viele Dinge sind vertraut und alltäglich geworden, doch sind wir immer wieder über die Leichtigkeit des amerikanischen Seins erstaunt. Die Pläne müssen fertig werden? Nach ein paar Stunden Segeln geht das auch noch. TÜV? Man merkt doch selbst, wenn das Auto nicht mehr fährt.

Wir verbringen noch immer einen grossen Teil unserer "quality time" im Garten und erfreuen uns immer wieder aufs Neue an Pflanzen und Blüten. Momentan blüht: Bengal clock vine, black eyed susan, blue Daze (einer meiner Favoriten), blue Porterweed wie eigentlich das ganze Jahr, Funkie, Gaura, Heliconia eine der ca. 300 Sorten, roter gefüllter und ungefüllter Hibscus, Jasmin,der unglaublich schnell gewachsen ist, Melampodium, mexican Bluebell, der jeden Abend seine Blüten verliert und am nächsten Morgen neue produziert, Pentas, Plumbago, purple Heart, society Garlic, Verbena und yellow Alder.

13.10.01 Das Florida Orchestra gibt ein Konzert im Vinoypark. Unter Palmen an der Tampabay bei 26°C. Umsonst, zusammen und draußen mit abschließendem Feuerwerk

18.10.01
bis
21.10.01

Nach einem Jahr St. Petersburg wollten wir endlich mal wieder in eine richtige Stadt. So nahmen wir uns 2 Tage frei, setzten uns an den Rechner und buchten einen Flug nach Chicago. Nach 3 Naechten konnten wir uns nur noch schwer von dieser stolzen Stadt trennen. Die Hochhäuser der Innenstadt, die durch ungewohnte Details oder einfach durch ihren bloßen Maßstab faszinierend waren, erstickten ganz nebenbei in mir den Wunsch eine Karriere vom Fensterputzer zum Millionär anzustreben. Das Skydeck des höchsten Hochhauses, des Sears Towers, war zwar noch immer als Folge des 11.9. geschlossen, doch entschädigte uns dafür der wunderbare Blick über den Chicago River und den Lake Michigan aus unserem Hotelzimmer im 31 Stock des Hyatt. Ein echter Höhepunkt des Wochenendes war die Benutzung öffentlicher Nahverkehrsmittel (eine 5-Tageskarte kostete genausoviel wie die Parkgebühr für 2 Stunden auf dem nächstgelegen Parkplatz) und das stundenlange Schlendern auf belebten Bürgersteigen (!). Die aufwendigen Bepflanzungen der Strassen und die herbstlichen Farben der Bäume lenkten uns immer wieder von den einmaligen Einkaufsmöglichkeiten ab. Egal ob es sich dabei um die in Chicago perfektionierten vertikalen Malls, oder einfach nur um Spielzeuggeschäfte handelte. Nebenbei besuchten wir die Pizzaria Uno, in der die Pfannenpizza erfunden wurde (lecker, aber viel zu viel) und machten einen Abstecher nach Chinatown um dort nach einer guten vegetarischen Mahlzeit zu schauen. Aber wir hungerten auch nach geistiger Nahrung und neben einem ausgiebigen Besuch des Museums of Contemporary Art verbrachten wir viele aufregende, überwältigende, kitschige aber im Endeffekt gesunde Stunden im Museum of Science and Industry. Die Abende waren dann mit Blues (Buddy Guy's Legends ist umwerfend), Brauereien und Bars gefüllt :-) Was bleibt zu sagen: Eine Stadt in der Politessen eher an ihrem Aussehen, denn am Verkehr interessiert sind, könnte unser Gefallen finden.

27.10.01 Die erste Kaltfront erreicht Florida und die Temperatur sinkt von 30 auf 20 Grad. Grund genug ein 'cook out' zu veranstalten. Birgit und ich hatten zwar eingekauft, doch waren wir froh, als Eric sich an den Grill stellte, um die T-bone's zuzubereiten. Ich reagierte trotzdem mit weinerlich vegetarischem Entsetzen auf diese blutige Angelegenheit, aber die Gäste reagierten auch darauf nur mit entspannten Interesse. Nach ein paar Bier entwickelte sich gelassene Fröhlichkeit.
28.10.01 Der Old Northeast ist so etwas wie Blankenese und damit ein guter Ort, um Halloween Dekorationen zu bewundern. Manchmal ist es die Farbe des Lichts, oder das Zusammenspiel von Deko und Licht, manchmal wird mit der Deko übertrieben und wie so oft ist es der Mensch, der einem das Gruseln lehrt.
31.10.01

Halloween trifft uns nicht gänzlich unvorbereitet: 12 Pfund candy bars und eine Kamera im Schatten.

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update: 26.09.2002 um 16:54:44

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