|
| 01.09. - 03.09.01 |
Der erste Montag im September ist Labor Day und damit für
viele Angestellte, so auch für uns, ein Feiertag. 3 Tage
frei und damit eigentlich genug Zeit für eine typisch amerikanische
Europarundreise (Louvre, Big Ben, Hofbräuhaus). Wir entschieden
uns jedoch in Richtung Savannah zu fahren und endlich einmal
Florida im Auto zu verlassen.
Unsere erste Station war St. Augustine, die älteste permanente
Siedlung auf US-Boden. Wir fanden es ziemlich touristisch
und taten es recht schnell den Spaniern
nach.
Um mehr von Land und Leuten zu sehen kehrten wir nicht auf die
Interstate zurück, sondern folgten der Küste auf dem
Highway A1A. Die Fähreüberfahrt
nach Amelia Island, dem nordöstlichsten Zipfel Floridas,
stellte den ersten Höhepunkt
unserer Ausfahrt dar und wurde damit ihr eigentlicher Beginn.
Auf Amelia Island konnten wir nicht anders, als zu stoppen und
gemeinsam mit wenigen Touristen
und vielen Dünen den Strand
zu geniessen. Doch der Wunsch endlich einmal Florida zu verlassen
und andere Teile der USA zu sehen trieb uns schon bald auf dem
Highway 17 nach Georgia. Der erste tiefergehende Eindruck war
ein Bed and Breakfast, das so einladend aussah,
dass wir sofort ein Zimmer
anmieteten. Wie wir erfuhren, hatte das McIntosh Manor erst
an selbigen Tag geöffnet und wir waren die ersten Gäste.
Da Christie Lane eine so
unglaublich freundliche Gastgeberin war und uns das Haus
so gut gefiel, fügen wir
hier noch ein paar Bilder von
den Räumlichkeiten ein.
Savannah wurde im Bürgerkrieg von Sherman und seinen Truppen
verschont und besitzt somit einen ausgedehnten
historischen Stadtkern. Der historic
district wird durch viele kleine
Parks durchbrochen, die
im Zusammenspiel mit der
Süd-Staaten-Architektur
eine wunderbare Ruhe ausstrahlen.
Der Hafen am Savannah River
ist einer der größten Atlantikhäfen der USA
und erinnerte uns mit seinen Touristen,
aber mehr noch durch die Ein-,
Durch- und Ausblicke
der alten Hafenanlagen stark
an Hamburg.
Da eigentlich kein Wochenende ohne Parkbesuch vergeht stoppten
wir kurz im Kanapaha Botanical Garden
bei Gainsville und lernten einige Einheimische
persönlich kennen.
|
|
11.09.01
|
Die Ereignisse sind erschütternd. Es ist schwer zu glauben,
daß der terroristische Anschlag auf New York und Washington
stattgefunden hat. Uns geht es gut und selten hat es mehr Sinn
gemacht, hier zu sein. Freunde und Kollegen sind froh, über
uns ein wenig die 'Anteilnahme des Restes der Welt' nahegebracht
zu bekommen. Dieses große Land ist aufgrund seiner Fokussierung
auf sich selbst sehr einsam, stelle ich derzeit fest.
|
| 14.09.01 |
Zeitgleich hat sich langsam der tropische Sturm 'Gabrielle'
gebildet. Seit dem 13.09 erreichen uns die Regenfälle seiner
Ausläufer. Gerade habe ich mir selbst meine Entschuldigung
geschrieben. Ich wage es nicht, mich auf die 40 km Reise über
die Brücken der Tampa Bay zur Arbeit zu begeben: starke
Regenfälle und Winde, die Sunshine Skyway Bridge im Süden
sowie sämtliche Schulen und Unis sind heute bereits geschlossen.
... was einen echten Meßtechniker natürlich nicht von
der Arbeit abhalten kann. Wir hatten gerade eine Anfrage, ob man
auch Regen mit dem Unterwasser Massenspektrometer (UMS) messen
könnte und so haben wir momentan ein UMS auf dem Dach der
COT zu liegen. Die MS-ler waren dann auch die Einzigen, die sich
zur Arbeit einfanden und auch nur, um das UMS
festzubinden und schon gewonnene Daten
zu sichern. Zwischen 8:30 und 9:30 und während wir auf
dem Dach arbeiteten fielen 27 mm Regen.
Da wir den Tag sowieso frei hatten, haben wir uns ab mittags bei
Mike eingeladen, um die neusten Fernsehberichte im Kabelkanal
zu sehen und aus seinem Strandhäuschen
den Sturm toben zu sehen. |
| 15.09.01 |
Zur Beruhigung unserer Nerven unternahmen wir einen ausgedehnten
Spaziergang in der Schneelandschaft Fort
de Sotos und trafen auf diesen vom Sturm überraschten Meeresbewohner |
| 16.09.01 |
Der Sturm brachte eine angenehme Abkühlung mit sich, so
dass wir endlich unseren Grill ausprobieren
konnten. |
|
22.09.01
|
Chad und Joi waren 2 Wochen in Alaska. Wir bekamen eine eichhörnchensichere
Vogelfütterstation mitgebracht
und ein wunderschön gerahmtes Foto unseres Zeltes.
next month
|
|